Emmentechnik:

Austauschteile: Nur ein paar ganz allgemeine Dinge: Alle Kugellager, Simmerringe und noch einige div. Teile sind Normteile, d.h. man bekommt Sie nicht nur günstig, sondern auch "über die Theke" also ohne Bestell- und Lieferzeiten. Was darüber hinaus noch gebraucht wird, findet sich im Internet oder sonst wo, es ist nicht schwierig MZ Ersatzteile zu bekommen. Wenn möglich sollte man auf Westqualität (z. B. Kette, siehe unten!) achten. Die Elektrik: 12Volt Teile passen teilweise auch vom Wartburg (Reflektor vorne, Regler), die 6Voltteile der TS vom Trabbi. Die seltene weiße Begrenzungslampe, am Beiwagen vorn, findet sich am Multicar (so was wie der Ost-Unimog) oder an (DDR-)Wohnwagen (Quek oder Junior?). Natürlich wieder mal im Urlaub, (an der Ostsee diesmal:-) hatte ich in einer ehemaligen LPG gefragt, wo den die nächste Multicarwerkstatt sei. Dort wurde ich fündig. Ja ja, die Wessis "goofen bis nüscht mehr da ist". -Sorry, aber: Die wahren MZ-Liebhaber sind im Westen. In Ossiland höre ich nur immer ".. Nü, sin waa obber froh, das wa den Sch... nüscht mehr haben, un uns nü was gscheits goofen gönnen" (O-Ton eines Kymco-Händlers.) 
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Ich habe an meiner MZ alle Quetschverbinder/Flachstecker ausgetauscht und neu isoliert. Bis jetzt bin ich damit gut gefahren, nach einigen anfänglichen Pannen, verursacht durch Kurzschlüsse von lockeren, oxidierten bzw. abgefallenen Steckern, oder durch spröde, brüchige Kabel (von wegen "Elaste"). Mit einem mechanischem Regler und einer Kontaktzündung ist man vor größeren Überraschungen sicher, wenn nicht, kann man wenigstens noch was messen, bei den neumodischen Anlagen bleibt leider nur der Austausch. Seit ich einen neumodischen Elektronischen Regler habe kann ich meine Emme nicht mehr mit leerer Batterie anschieben. Allerdings, einige Dinge schmeißt man am besten gleich weg, falls der Vorbesitzer es nicht schon getan hat: Zum Beispiel die original Ritzelschonende, weil schnellverschleißende Kette, die orig. Pneumants oder das blaue Zündkabel samt Kerzenstecker. Bei Emmen besteht dieses Zündkabel aus graphittierten Nylonfäden (wer hilft mir: Heißts Dederon oder Wolpryla?-Nylon hieß das bestimmt nicht, wegen DuPont). Dies verbrennt gerne, wenn man den Zündfunken ohne Stecker kontrollieren will, und ungünstigerweise einen Masseschluss verursacht. Ein schwächlicher oder nicht mehr vorhandener Zündfunke ist das Resultat. Den Vergaser kann man gegen einen Bing (oder Amal Concentic, MK2, Typ L2-904 Nadeltyp 2D1, bzw. Mikuni VM, Nadeltyp SEP8 oder 5FP17-3) austauschen. Zumindest der Bing dürfte keine Ersatzteilprobleme kennen. Der Nachbauschalldämpfer der ETZ 250 ist seinen Minderpreis nicht wert.  Der Luftfilter soll mit etwas Geschick vom 1098cc Morris Minor (1963-1971) passen. Die Kontakte soll es auch von Lucas geben, Part No. DSB 955. Billiger ist beides nicht, nur falls jemand in England dies hier lesen sollte.

Zündkerzen und Stecker: Mein ganz persönlicher Dauerbrenner: Der Kerzenstecker sollte von guter Qualität sein, es gibt wenige, welche die Vibrationen eines in Schwinggummis gelagerten 250er Einzylinderzweitakters dauerhaft aushalten. Noch dazu in der Salzwasser-Dusche (durchaus wörtlich gemeint, denn der Kotflügel vorn könnte länger sein) im Winter. Hier habe ich (schweren Herzens :-) ausnahmsweise mal ein Nippon-Teil verbaut. Jedoch haben mich NGK-Stecker auch schon im Stich gelassen. Erklärung dazu: Es gibt 2 Arten von (NGK-) Zündkerzensteckern: Die eine Sorte hält (auf der Kerze) durch eine kleine Feder, welche sich am oberen Gewinde der Kerze festhält. Da der Rest aus Messing ist, passierte mir folgendes: Bedingt durch Vibrationen entstand als Abrieb, durch jenes Gewinde verursacht, feinster Messingstaub, fast kaum sichtbar, der sich im Steckerkörper sammelte. Alles klar? -Masseschluss vorprogrammiert. Bis ich den Fehler gefunden hatte! Erst nachts sah ich die kleinen Funken rund um meinen Stecker. Deshalb rüstete ich nichts ahnend auf den nächsten Fehlschlag um: Die 2. Sorte (NGK-) Stecker verwendet ein kleines Drehteil, aus Aluminium, welches auf das obere Gewinde der Kerze draufgeschraubt wird. Wieder hält eine kleine Feder im Stecker die Sache fest und "sorgt" für Kontakt. Denkste: Alu und Federstahl bildeten bei mir jedoch ein sogn. galvanisches Element, begünstigt durch schnell verdunstendes Salzwasser (Hab ich's schon erwähnt? -ich bin Winterfahrer...). Gut zu sehen war ein kleiner schwarzer Strich an besagtem Aluteil. Man muss kein Physiker sein, um zu wissen, daß dieser Strich aus Aluminiumoxid besteht. Das ist ein ganz toller Isolator, auf dem (Leitwert-) Niveau von Porzellan. Vorsichtig weggekratzt und alles blankgemacht, schon lief die Emme wieder. Keinerlei Start und Leerlaufprobleme mehr. Einige Stunden Fehlersuche waren beendet. Jetzt habe ich dieses Drehteil mit Kupferpaste eingeschmiert. Das hält und funktioniert. Bei einigen NGK-Kerzen war dieses Drehteil übrigens verchromt. Mir scheint, die wissen warum. Wenn man das Zündkabel sowieso schon gegen ein "richtiges" aus Kupferlitze ersetzt, muss man eh einen neuen Zündkerzenstecker kaufen, welcher dann entstört sein muss (TÜV-Vorschrift, außerdem nervt's weil man die neumodischen Funkalarmanlagen von Autos und Mopeds damit ferngesteuert auslöst). Nein, ich sag da nix zu, nur: Jeder Widerstand kostet Leistung. Da, wo die Zündkerze sitzt, (also oben im Zylinderkopf) da hat die ETZ und die TS/1 (nur die Stricheins) ja ihren tollen breitverippten Kopf mit einer kugelförmigen, mittigen Vertiefung drinnen, in der sich ganz wunderbar Sand, Schmutz, Wasser und kleine Steinchen sammeln: Vorm -Kerzen-raus-schrauben lohnt ein Blick dorthinein. Wenn erst mal ein Steinchen durchs Kerzenloch in den Brennraum gefallen ist, ist es zu spät, wenn’s durch die Ansaugkanäle durchkullert (=Gesetz des Murphy) erst recht. Ich "spüle" die Ecke erstmal mit Bremsenreiniger, bevor ich die Kerze raus schraube. Die Isolatorzündkerzen sind nicht schlecht, auch wenn sie heute Beru heißen. Den besten und sichersten Leerlauf jedoch habe ich mit teuren Irdium-Kerzen von NGK (schon wieder ein Nipponteil...) hinbekommen. Kein Abbrand, auch bei geringsten Kontaktabstand, und schon deshalb sauberer Leerlauf sogar bei fast leerer (runter bis 8 Volt, das ging mit der "normalen" B8HS nicht) Batterie. Der Aufpreis lohnt sich. Ich habe meine Kerze jetzt 3 Jahre drin. Kein Verschleiß, nur äußerlich ist Rost, bedingt durch Salzwasserdusche im Winter.
Reifen: Die Pneumants, sofern noch drauf, sollte man nicht unbedingt zur Paris-Dakar einsetzen. Gut an einer Solo sind nach meiner Erfahrungen Metzlers. Das Fahrgefühl wurde einfach "sicherer". Mein Gespann ist jedoch ganz anders bereift: Vorn Barum (heute Mitas) in 3,5/16 er Grösse. Dafür ist eine Eintragung notwendig, ausser man fährt NVA-Emme. Dadurch kommt das Gespann vorne etwas runter, und der Nachlauf verringert sich. Typ: ML16, leicht "stollig" und sehr haltbar, jedoch nicht unbedingt >der< Regenreifen. Deshalb habe ich auf der Herbst-Veterama 2004 einen Heidenau erstanden und montieren lassen. Tatsächlich ist dieser um einiges besser bei Nässe. Hinten ist ein Michelin (Nachtrag: Mittlerweile nur noch von Firestone erhältlich) 125SR15 montiert. Der hält fast ewig. Auch eingetragen. Eigentlich würde ich gerne einen Winterreifen montieren, wenn es einen in dieser Größe gäbe. Leider stimmt die Tachoantriebsübersetzung wegen dem unterschiedlichen Abrollumfang nicht mehr ganz. Alles auf Acrontfelgen. Am Beiwagen ist ein Heidenau drauf: 3,25X16, "for Side Car use". Wahlweise 3,5X16 steht im Brief, jedoch merkt man den Unterschied vom Rollwiderstand eines halbzollschmäleren Reifens nix. Weil noch Platz im Fahrzeugschein war, ist die wahlweise Solobereifung auch noch aufgeführt. Bin allerdings, im Gegensatz zum ersten Gespann erst 1x kurz Solo gefahren und auch nur mit der Gespannbereifung. Toller Anzug! Der Trend geht ja heute sowieso zur Zweitemme, meine 2. ist eine Soloemme. Smartreifen gehen nicht drauf bei mir, zw. Kettenschutzschlauch und Reifen ist gerade mal 1 cm.
Getriebeöl: Hier kursieren die tollsten Geschichten: Simmerringe die sich in SAE 90 GL-5 Hypoidöl auflösen wie Butter, aufgequollene, und deshalb nicht mehr trennende Kupplungen, usw. usw. Also: SAE 80 GL3 gehört rein, kein höherwertiges. Motoröl SAE 20/50 oder Einbereichsöl SAE 30 tut es nur zur Not auch, dies ist deshalb weniger geeignet, da es den Schmutz/Abrieb "in der Schwebe" hält, weil es ja normalerweise während des Betriebs gefiltert wird. Wer Beschaffungsprobleme hat, kann zum Subaruhändler gehen, da mein Traumwagen, der Libero, das gleiche Öl in seinem Getriebe benötigt. 
Motoröl: Bei Verwendung eines wirklich guten (evtl. vollsynthetischen) 2Taktöls kann die Emme evtl. mit 1:100 fahren, aber hierfür übernehme ich keine Gewähr (Es gab mal eine Freigabe für Castrol GreenTec), ich selbst verwende günstiges teil synthetisches Öl. Dafür kaufe ich es in 4 Liter Gebinden und fahre 1:50. Deloöl, gibts bei Louis. Von der Firma Stihl gibt es Kettensägenmotoröl, das kann man verwenden, obwohl es keine Jaso (hatte angefragt, leider konnte mir das keiner sagen) Bezeichnung hat. Auf alle Fälle verwenden kann man diese wunderbare, >nachfüllbare< Mischflasche. Was sonst noch wichtig ist, findet man auf teilweise sehr gut gemachten Internetseiten, das spare ich mir jetzt mal. Links dazu siehe MZ-Links.
Warum Sicherheitsgurte? Wer bis hierhin gelesen hat, wird gemerkt haben, das ich mit meinem Emmengespann oft zu dritt unterwegs bin. Unser Sohn ist mit 6 Jahren zum ersten mal im Gespann mitgenommen worden. Anfangs war die Begeisterung dafür riesengroß, ("wenn ich mitdarf, räume ich auch mein Zimmer auf...") aber inzwischen hat es etwas nachgelassen ("entweder Du kommst mit, oder Du räumst dein Zimmer auf..."). Die Emme war am Anfang speziell an Wochenenden viel unterwegs, im ersten Jahr waren es insgesamt ca. 7000 Km. Nicht schlecht für den Anfang, denke ich. Mittlerweile hat Sie Karriere bei mir gemacht, und ist mein Auto-Ersatz (Beachte: nicht Ersatz-Auto, sondern echter Auto-Ersatz). Natürlich gibt es auch einige Gedanken zum Thema Sicherheit. Der alte Spruch "Motorradfahrer töten nicht, Motorradfahrer werden getötet" trägt nicht unbedingt zur Beruhigung bei. Abgesehen von entsprechender Kleidung ist für Fahrer und Sozia wohl die beste Lebensversicherung sich mal Gedanken beim fahren über Ausweichmöglichkeiten, Fallübungen, Abrollen etc. zu machen. Das ist ja bei Solofahren genauso. Wie aber ist das mit dem Beiwagenpassagier? Anfangs dachte ich, aufgrund der nicht vorhanden Knautschzone wäre es besser, wenn im Fall der Fälle der Passagier "rausfliegt". Das kann bei einem stattlich gebauten Erwachsenen evtl. der Fall sein, bei einem Kind sieht die Sache anders aus. Ein Kind wird mit Sicherheit "reinrutschen" d.h. in den Seitenwagen nach unten hineinrutschen. Dies ist natürlich zu gefährlich. Nur ein Sicherheitsgurt kann das verhindern. Nach einigen Diskussionen mit anderen Gespannfahrern bin ich der Meinung, das auch ohne Knautschzone, wenn man mal von dem dünnen Blech des Beiwagens absieht, der Rahmen einen gewissen Schutz bietet, nach dem Motto "besser als nix". Was fehlt ist ein Sicherheitsgurt. Ich habe da bei Emmenfahrern schon verschiedene Lösungen gesehen, vom Hosenträgergurt mit Überrollbügel bis zur Minimallösung in Form eines Verzurrgurtes für einen im Beiwagen transportierten Hund (weil er bei Rüden immer ausbüchste). Dabei habe ich mich für den nachträglichen Einbau eines 2-Punktgurtes entschieden. Eine Einbauanleitung dazu: Zunächst muss einmal ein Sicherheitsgurt besorgt werden. In Zeiten der sogenannten "Altautoverordnung" muss erst mal ein Schrottplatz gefunden werden, so einfach wie zu meinen Käferzeiten (=mein erstes Auto, ist eine andere, ganz lange Geschichte) ist das mittlerweile nicht mehr. Es wurde ein Sicherheitsgurt von einem Fiat Punto ausgebaut und problemlos in die Emme verpflanzt. Ein Automatikgurt kann leider nicht verwendet werden, denn die ordnungsgemäße Funktion eines solchen ist von der Einbaulage abhängig. Ein nicht automatischer 2Punkt - Sicherheitsgurt wird bei vielen Fahrzeugen hinten in der Mitte eingebaut. Wer jetzt als nächstes den Sitz seines Beiwagens ausbaut, der wird erkennen wo dieser befestigt werden sollte. Es gibt nur eine Möglichkeit im Bereich des Sitzes, dort wo Sitzfläche in Lehne übergeht, sind links und rechts 2 Schrauben. Die Befestigung erfolgt also an einer Schraube, die Aufbau mit Rahmen verbindet (Emmys verwenden für Lastenseitenwagen und Personenseitenwagen den gleichen Rahmen, deshalb die Verschraubung). Falls also, im Fall der Fälle, der Aufbau sich vom Rahmen löst, bleiben die Gurte am Aufbau, und nicht -folgenschwer für den Passagier- am Rahmen. Ich kenne keine Crashtests mit MZ-Gespannen, aber der Aufbau ist ja "nur" in Schwinggummis gelagert. Die Verwendung von Karosseriescheiben und guten (wenigstens 8.8er Güte) Schrauben setze ich voraus. Ein Rückhaltesystem wie z. B. "Römer Vario" komplettiert die ganze Sache.

Bilder vom Einbau in Beiwagen:

 

WAS MAN ÜBER ABGASE IN BEIWAGEN WISSEN SOLLTE: Das ist wieder so ein sehr ernstes Thema. Abgase im Beiwagen entstehen durch Verwirbelungen, z. B. kann die Frontscheibe vom Beiwagen schon bei geringen Geschwindigkeit einen Sog entstehen lassen, der die Abgase direkt ins Boot zieht. Wenn darin ein kleines Kind sitzt (ein Erwachsener ragt ja vielleicht etwas über die Scheibe hinaus) wird es gefährlich. Gefährliche Stickoxidkonzentrationen können entstehen und der Passagier beschwert sich, "hier stinkts". Dieser Umstand wird zu allem Überfluss (nicht nur bei Emmen) durch den rechtsseitigen (also in der Mitte des Gespanns) Auspuff begünstigt. Obgleich es möglich wäre, diesen zu versetzen, (wohin dann mit dem Kickstarter?) habe ich mir eine andere Lösung abgeschaut: Man befestigt mittels einer Schlauchschelle ein 90er Ofenrohr, 45-90 Grad gewinkelt, am Auspuff und "lenkt" damit die Abgase auf die andere Seite, am besten um das Hinterrad herum. Schon stinkts (fast) nicht mehr. Leider stinkt das aber dem TÜV; ganz besonders weil die Homemade-Auspuffblende etwas aus den Konturen/Umrissen der Emme rausguckt, und so was haben die Graukittel eigentlich gar nicht gerne. Selbst wenn ich meine Emme deswegen mal bei einer Polizeikontrolle stehen lassen müsste: Das Risiko gehe ich ein, zumal die ganze Sache nur mit einer Schraube (die von der Schlauchschelle) befestigt ist, und dementsprechend schnell wieder de/montiert ist. Das einzige was noch nervt sind die blöden Fragen...
auspuff_von_hinten auspuff_von_oben

 

Handbremse:
Ich weiß nicht, ob meine Konstruktion nur auf MZ-Gespanne „passt“, aber das Problem für sich betrachtet, kennen glaube ich alle Gespannfahrer: Das Abstellen eines Gespannes am Berg. Ich kann leider mein Gespann mit seiner 16"/15" Zollbereifung nicht auf den noch vorhandenen Hauptständer stellen. Also rollt es weg. Entweder man hilft sich, indem man seinen Lenker stark einschlägt, und hofft es würde dann nicht wegrollen, oder man hat immer einen Unterlegkeil dabei. Ein Bügel- bzw. U-Schloss oder Bremsscheibenschloss (geht allerdings für die Emme nicht, da die Scheibe keine Löcher hat) kann ebenfalls Verwendung finden, jedoch ist das „Fummelei“ die Speichen stehen unter Spannung, und werden zu stark belastet. Ausserdem mag ich diese Schlösser nicht, da ich diese vorm wegfahren immer vergesse :-(( Den (Rex-) Gummi an der Handbremse halte ich für schlecht, da die hydraulische Bremse nicht dauerbetätigt sein sollte. Abhilfe: Fußbremse >arretierbar< machen. So geht’s: Beim Elektroinstallateur 2 passende Bügelschellen für C-Schienen kaufen. Leider gibt es die nur in Packungen und nicht einzeln, aber vielleicht kann man bei einem freundlichen Vertreter dieser Zunft auch 2 passende einzeln kaufen. Dann braucht’s auch noch eine Mutternverlängerung, so was gibt’s im Baumarkt, man wird meist M6 brauchen. Man kürzt die Schellen, und sägt die Bügel so ab, daß nur ein schmaler Streifen stehen bleibt. Die Schraubenköpfe werden ebenfalls abgesägt, und zwar komplett. Eine Schraube wird fixiert, auf die andere schraubt man die Mutternverlängerung, und passt das ganze so an, dass eine gewisse Einstellmöglichkeit bleibt. Die ganze Konstruktion wird nämlich zwischen Fußraste und Fußbremshebel geklemmt. Das Teil ist wesentlich kleiner als ein Unterlegkeil, kostet nur ein paar Teuro, und ist nebenbei auch noch ein prima Diebstahlschutz, schließlich kennt so was –noch- keiner. Der Nachbau erfordert kein allzu grosses handwerkliches Geschick, ansonsten lediglich eine Metallsäge und evtl. M6 Gewindeschneider zum Nachschneiden der Gewinde. Die Bilder zeigen, wie es genau gemacht, und gemeint ist. Viel Erfolg beim Nachbau.Die Bremse im EinsatzDie Bremse, aus 2 Bügelschellen

 

 

 

 

 

 

Griffheizung: Die Griffheizung sorgt dafür, das man recht komfortabel auch bei Minustemperaturen unterwegs ist. Der eigene, pers. Aktionsradius vergrössert sich erheblich. Ich fahre, weil es kein anderes Fahrzeug gibt, selbst im Winter, weil es viel Spassfaktor hat, teils weil ich meist nix anderes zum fahren habe. Das hat gewiss nix mit "Weichei" zu tun, denn als Gespannfahrer kann ich eben auch bei Schnee und Eis fahren, was ein Solofahrer nicht kann. 
>Dabei gibt es in Deutschland ca. 5,6 Milionen Gespanne, die meisten haben nur kein Beiwagen...<
Betr. Griffheizung: Die 180 Watt Drehstromlichtmaschine der ETZ verkraftet das, auch wenn der eingebaute Radiocassettenrecorder in Startstellung der Griffe etwas leiert (so richtig rhythmisch wird es mit Blinker und nachlassender Batteriespannung ;-). Man braucht die zöllige, also die 25,4mm Version. Dann passt der Gasgriff ohne Nacharbeit, und links habe ich den Lenker mit  Schrumpfschlauch aufgedickt. Batterie ist eine 9Ah, mit der 5,5er gehts aber auch. Mehr über Winter und Emme: HIER

Mein Cockpit: Der Umbau eines solchen Cockpits ist nur etwas für Emmenfahrer, die ihre Emme >richtig< lieb haben. Als erstes habe ich mit der Digicam mein Cockpit fotografiert, maßstabsgerecht ausgedruckt und das was ich brauchte, ausgeschnitten. Das kann man sich schon sparen, da ich's hier ins Netz gestellt habe:
Das Bild einfach passend ausdrucken, fertig.
Als nächstes wird das Blatt auf Platinenmaterial, Alu, o.ä. geklebt und ausgesägt. Das schwarzlackierte Produkt wird hinten in die Schlitze der Gummis gesteckt welche den Tacho und den Drehzahlmesser beherbergen. Vorne wird mit Schaumgummi ("Tesamol" o.ä) das ganze mit der 251er Cockpitverkleidung ver/geklemmt. So kann nix klappern.

Die Instrumente: Thermometer und Kompass sind von einem Schlüsselanhänger von HeinGericke. Von unten befestigt ist ein Handyflasher von Louis, zu sehen (auf dem Bild zwischen Thermometer und Kompass) sind aber nur die beiden LEDs. 2Stück 4mm Löcher, abgeklebt damit kein Regenwasser reinläuft. Da selbiger nur mit Klettband "fest ist", ist ein Batteriewechsel kein Problem. Die billige Damenarmbanduhr ist ebenfalls mit Klettband festgemacht. Leider habe ich kein Platz mehr für meinen Fahrradtacho gefunden; sein Platz bleibt am Lenker. Wenn ich lange unterwegs bin, stecke ich mir die Handystöpsel ins Ohr, das Handy selbst in die Kartentasche vom Tankrucksack. 

  Sieht doch gut aus, oder? In wieweit noch 251er Cockpitverkleidungen erhältlich sind, weiss ich allerdings nicht. Betr. Fahrradtacho: Der Umfang (m-)eines 3,5/16 Barum ML12 (vorn) ist 1850mm.

Zündung am Gespann einstellen: (un-)normalerweise liege ich quer über meinem Tank, mit dem Kopf nach unten, zum Zündungeinstellen. Im Blick dabei sowohl die Messuhr, welche oben in den Kopf, statt Kerze, reingeschraubt wird, >und< gleichzeitig auf die Prüflampe, unten an der Lima. Einfacher geht das, wenn der Beiwagen ab ist. Sicher, aber "nur zum eben mal schnell gucken" den Beiwagen abmachen? Etwas einfacher macht man sich die Sache, wenn man anstatt der Prüflampe einen kleinen Summer verwendet. Da brauche ich beim drehen an der Kurbelwelle nur noch auf die Uhr zu schauen, das kann ich ggf. auch von der linken Seite, ohne Turnübung.
Nein, ich werde mir auch in absehbarer Zeit keine vollelektronische Zündung kaufen. Solange ich noch 5 Kontakte habe, davon 1x immer dabei, habe ich keinerlei Probleme mit Zündungen (ich kann ja "noch was messen" an meinem Kontakt). Und wenn, so ein Kontakt ist schnell gewechselt, mach das mal einer mit einer elektronischen, sofern die "dabei sein sollte". Ein Kontakt hält 2 Jahre oder 10.000 Kilometer= in 10 Jahren frühstens kaufe ich mir sowas. Aber nur, wenn es bis dahin keine Kontakte mehr gibt.

Passende Kette:
Daido Roller Chain, DID 128H-130L. Passt auf die Solo. Der Gespanntreiber macht 2 Glieder raus, oder nimmt die von der 150er Emme.

Das allerletzte, nicht ganz ernst:
Klopfsensor:

Man glaubt's ja gar nicht, wie fortschrittlich doch der ehemals sozialistische Motorenbau war. Um den Betrieb des MZ-Motors sowohl mit volkxeigenen Klingelwasser (Minol VK88) mit Werten runter bis 75 Oktan (typischerweise immerhin 88) und gleichzeitiges verwenden von Kapitalistischen 100 Oktanigen Benzines (z.B. Shell V-Max, wie es ein Herr Schuhmacher zum-im-Kreise-fahren verwendet) zu ermöglichen, hat meine Emme einen Klopfsensor eingebaut. Das ging im Prinzip so einfach, daß es eigentlich jeder kann. Kurze Einbauanleitung hierzu: Wenn nach langer Verwendung von "Bleifrei normal" und ausschließlichen Stadtverkehr, mit dem dadurch bedingten verkoken des Brennraumes der Motor klingeln sollte, dann fährt >der Klopfsensor< an die nächste Tanke, und tankt ausnahmsweise mal SuperPlus, oder V-MAX. Dann fährt der Klopfsensor die nächsten paar Kilometer etwas zügig; am besten Autobahn. Das wirkt. Nicht immer, aber, wenn nicht: Alternativ kann der hochmoderne Klopfsensor auch entscheiden, ob er die Zündung, welche er immer automatisch kurz vor der Klingelgrenze stellt (so, wie es jeder Klopfsensor auch tut), etwas "zurücknimmt" (mein max. Wert ist 2,5mm). All diese Dinge sind ja erst mit dem aufkommen von Katalysatortechnik realisiert worden, und in meiner Emme schon immer eingebaut...
lm Ernst: Trotzdem ist es mir unerklärlich, wie in der ExDDR der Zündzeitpunkt bei den meisten Emmen bei 3mm lag und die Kolbenklemmer erst mit dem Wechsel zu bleifrei Benzin anstiegen. Noch was: Keine Einbildung oder so: Mit dem superteuren Sprit von Shell fährt meine Emme wirklich besser.

Schrauberlatein...nicht von mir...

A Bikers work is never done.
Irgendwas ist immer kaputt. 
Aber
man sollte nicht etwas reparieren, was gar nicht kaputt ist.
Wenn nix kaputt geht, dann wird halt was verbessert.
Never Touch a running System.
Wenn’s zicken macht, schau da nach, wo Du zuletzt geschraubt hast.

Pfusch und Heimwerkermethoden rächen sich, garantiert.

Auch mit einfachen Mitteln kann man gute Ergebnisse erzielen.

Wenn man bei Arbeiten unsicher ist, sollte man jemanden fragen, der sich 
damit auskennt und dort erst mal zuschauen.
Am besten viele Leute fragen, und erst wenn viele das gleiche sagen, ist „was dran“.

„Richtige Moppeds“ werden angekickt, nicht angeklickt.

Eine Zündung pro Umdrehung ist genug.

Wenn es klemmt, wende Gewalt an. Wenn es kaputt geht, hätte es eh erneuert werden müssen.

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